
Ende Oktober 2007
Protokoll des 5. Strategy Congress des Dieter Lenzen Fanclubs
Motto: We are so high!
Unter dem Motto We are so high sollte der 5. Strategy Congress klarmachen, dass ohne die bisherige Arbeit des Fanclubs der Titel Elite-Uni nicht möglich gewesen wäre. Trotzdem, darum braucht sich niemand Sorgen zu machen, werden wir unsere Arbeit nicht auf die FU beschränken, sondern Dieter an und für sich auf seinen Wegen weiterhin als Priorität betrachten. Sollte er beispielsweise eines Tages nach Harvard wechseln, um auch dort Tugenden zu installieren, werden wir ihm folgen. Daher: We are high, but we can get higher!
Verschiedene Diskussions-Stränge hatten den 5. Strategiekongress zu dem gemacht, was er war.
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Einstudieren von Liedern
Erster Wichtiger Punkt war das Singen der Leader-Lieder. Wie jedesmal wurde das Gesangstraining im Rahmen einer Andacht vollbracht. Statistische Abgleiche ergeben, dass die Perfektion des Chors mit jedem Kongress zunimmt.
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Diskussion über NeueinsteigerInnen
Es wurde darüber diskutiert, ob die Kriterien für NeueinsteigerInnen verändert werden müssen. Mögliche Kriterien sollen sein, dass mittelfristig nur noch Master-Studierende in den oberen Fanclub-Etagen mitarbeiten dürfen, Bachelor werden in gesonderten Gruppen ohne Autonomie weniger anspruchsvolle Arbeiten erledigen, wie etwa Plakatieren oder Tragen des Roten Teppichs (das Ausrollen ist nur Ehrenmitgliedern vorbehalten).
Ein weiteres Kriterium soll das Fach bzw. der Fachbereich werden. Es ist wünschenswert, eine besonders florierende Basis an den Excellence-Bereichen zu etablieren, allerdings ist auch die Arbeit an den anderen Instituten wichtig, da die dortigen Studierenden oft nicht verstehen, warum Gelder gestrichen werden oder Studiengänge aufgelöst werden. Der Fanclub wird, solange diese Bereiche noch existieren, als Vermittler auftreten müssen und voreilige Kritik am Präsidium im Keim ersticken.
Insgesamt wurde ein Kriterienkatalog entwickelt, der dem Präsidium zur Prüfung und Korrektur vorgelegt wurde. Erst mit der Unterschrift Dieters wird der Katalog wirksam.
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Verhältnis zur Masse, die Frage der Führung
Besonders bei der Immatrikulationsfeier, die allseits als fulminanter Erfolg erwähnt wurde, ist deutlich geworden, dass die avantgardistischen Ansätze des Fanclubs für die Otto-Normal-Bürger nicht immer verständlich sind. Im Publikum waren einige ältere Menschen, die einer Elite-Universität unwürdig sind. Die grauen Haare klebten an den schäbigen Schädeln, als sei es nicht möglich vor einer solchen Feier zum Schönheitssalon zu gehen. Desweiteren waren die Anzüge knittrig, die verwirrten Blicke und teils zu Aggression neigenden Reaktionen auf die Fanclub-Performance verrieten Senilität.
Auch offenbar aus Mittel- bis Unterschicht-Elternhäusern stammende Studierende und deren Sippen waren hinderlich für den reibungslosen Ablauf der Choreographie. Die Reaktionen waren oft einfältig, in an den Fanclubs versendeten Emails und einschlägigen Internetforen zeigte sich, dass die dumpfe Masse erst noch an elitäre Normen und Transavantgarde herangeführt werden muss.
Besonders verfehlt ist die Nachlese der Immatrikulationsfeier in der Liberalen Hochschulgruppe verlaufen. Das dortige Forum ist ein Beispiel dessen, was der Dieter-Lenzen-Fanclub in gemeinsamer Anstrengung mit dem König selbst abschaffen wird.
Somit ist das Verhältnis zur Masse klar: Einige politische Gruppierungen werden durch gezielte Maluspunktevergabe exmatrikuliert werden müssen (inklusive Exmatrikulationsfeier – der Fanclub wird zugegen sein), und langfristig sollten auch alle BA-Studiengänge abgeschafft werden. Die FU muss eine MA- und Promotion-Uni werden!
Zwar braucht jede Elite eine unterwürfige Masse, diese muss aber räumlich getrennt sein – der Effizienz zuliebe an der Humboldt-Universität. Der Fanclub strebt eine gemeinsame Safari in Südafrika mit dem Bildungssenator an, sodass hinterher der Beschluss feststeht, die HU zur BAHU zu machen.
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Habituscoaching
Besonders diejenigen, die in ihrer Familie hinsichtlich der Herkunft Mängel haben (proletarische Großeltern, einfache Akademiker-Grade in der Eltern-Generation, etc.), benötigen oftmals noch einen Feinschliff, um in den elitären Zirkeln zur Harmonie beitragen zu können. Die Softskill-Gruppe des Dieter-Lenzen-Fanclubs bietet fortan ganzjähriges Schooling zum erlernen der geheimen Codes (etwa beim Geschäftsessen mit Drittmittelgebern) für alle Mitglieder des Fanclubs an.
überdies ist in Kooperation mit der Bundeswehr ein Sonderforschungsbereich Disziplin eingerichtet worden, in dem untersucht werden soll, welche Auswirkungen die Kriegsdienstverweigerung auf die charakterliche Konsistenz in Ausnahmesituationen hat. Einige derjenigen, die den militärischen Drill nicht mitgemacht hatten, waren bei der Immatrikulationsfeier einen Tick zu nervös, sie strahlten nicht die Sicherheit aus, die ein echter General besitzt.
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Arbeitsgruppe Chearleading
Der Corporate Identity Club hatte beim dritten Strategy Congress angemahnt, sich stärker an den amerikanischen Vorbildern zu orientieren. Dies wurde aufgenommen und eine Arbeitsgruppe zum Aufbau einer Chearleading-Abteilung hat die Arbeit aufgenommen. Dieter findet die Idee toll, schriftlich teilt er mit: So werden wir den Gleichstellungsrichtlinien gerecht!
Unklar ist noch, wo die Chearleading-Gruppe zum Einsatz kommen wird, da der Hochschulsport in Deutschland wenig Anziehungskraft besitzt. Eventuell muss auch an dieser Stelle der Fanclub eingreifen oder die Cherleader werden in den Akademischen Senat entsandt – auch eine interessante Vorstellung, die Diskussion darüber ist noch nicht endgültig.
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Drittmittelgruppe
Der Dieter-Lenzen-Fanclub möchte es der Welt vormachen und sich mit einem repräsentativen Hauptsponsor schmücken. Wichtig sind die Faktoren Technologie und Deutschland. In der Drittmittelgruppe kann leider noch kein Ergebnis vorgelegt werden. Die Bewerbungen von EADS und BMW haben die Gruppe in zwei Lager gespalten. EADS verspricht einen Eurofighter-Flug über den Irak, BMW will die Arbeit kontinuierlich unterstützen: durch das Bereitstellen der jeweils aktuellsten Modelle, was zwar hilfreich, aber auch ein wenig langweilig ist.
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Feierlicher Abschluss
Der 5. Strategiekongress des Dieter Lenzen Fanclubs ging mit Standing Ovations für Dieter zu Ende. ER war via Videokonferenz tatsächlich da gewesen, hatte zu den Anwesenden gesprochen, ihnen für ihre wertvolle Arbeit gedankt, insbesondere was die Unterstützung auf der Immatrikulationsfeier betraf. Vielen standen Tränen in den Augen und die Lieder wurden perfekt ohne Unstimmigkeiten vorgetragen. Als kleines Special war zuvor während der Präsentation des FU-Films eine Schale mit Dieters Kot herumgereicht worden und alle versicherten sich, dass die Excellence-Ehrung deutlichen Einfluss genommen hatte: Die Scheiße roch elegant, strahlte natürliche Autorität aus und war in den Farben der FU.


